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MCP erklärt: Wie ein KI-Assistent auf Gesetze, Geodaten und Rechtsprechung zugreift

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, mit dem ein KI-Assistent wie Claude, ChatGPT oder Microsoft Copilot externe Werkzeuge aufrufen kann: eine Gesetzessammlung durchsuchen, eine Parzelle im Geoportal abfragen, eine Frist berechnen, einen Entscheid in der Rechtsprechung finden. Der Assistent bleibt derselbe, bekommt aber einen Anschluss für Fachdaten. Das ändert die Qualität der Antworten grundlegend: Statt aus dem Gedächtnis des Modells zu raten, ruft der Assistent das Werkzeug auf, erhält die amtliche Antwort mit Stand und Fundstelle und formuliert sie aus. Paragrafen werden nicht mehr erfunden, Zahlen stammen aus der Quelle, und jede Antwort lässt sich nachprüfen. Der SPEKTRUM MCP verbindet die Assistenten mit der Schweizer Raumplanung: 138 Werkzeuge in neun Diensten, von Parzellenabfrage und Baugesuch-Vorprüfung über Bauzonenkapazität, Mehrwertausgleich und Fristen bis zu Bundes- und Kantonsrecht, Urteilssuche, Interessenabwägung und Mitwirkungsauswertung, mit Daten von swisstopo, ÖREB-Kataster, Fedlex, BFS, ARE, den kantonalen Geoportalen und entscheidsuche.ch. Eingerichtet ist er in Minuten: Adresse als Connector eintragen, anmelden, fragen. Der Einstieg mit SPEKT-AI ist kostenlos, das Komplett-Abo gilt pro Büro. Der MCP liest nur, trägt nichts in amtliche Systeme ein und braucht keine Personendaten; verbindlich bleiben beglaubigte Auszüge und Entscheide der Behörden.

Stand: 1. November 2026Autor: Andreas Rupf, Raum- und Stadtplaner, Dozent ETH ZürichErfahrungen aus der Beratungspraxis

Was MCP ist und was es nicht ist

Ein Sprachmodell kennt nur, was in seinen Trainingsdaten stand, und das mit Stichtag. Für ein Planungsbüro heisst das: Es kennt das Raumplanungsgesetz ungefähr, das Baureglement Ihrer Gemeinde nicht, den Entscheid des Verwaltungsgerichts von letzter Woche nicht und die Zone Ihrer Parzelle schon gar nicht. Bis 2024 gab es dafür nur Umwege: Dokumente hochladen, eigene Plugins programmieren, Modelle nachtrainieren.

Das Model Context Protocol löst das mit einem Standard. Anthropic hat ihn im November 2024 offen veröffentlicht, OpenAI, Microsoft und andere Anbieter haben ihn übernommen. Die Idee ist einfach: Ein MCP-Server stellt Werkzeuge bereit und beschreibt, was jedes Werkzeug kann und welche Eingaben es braucht. Der Assistent liest diese Beschreibung, entscheidet bei einer Frage selbst, welches Werkzeug hilft, ruft es auf, erhält das Ergebnis und formuliert daraus die Antwort. Der Vergleich mit dem USB-Anschluss ist naheliegend: ein Stecker, viele Geräte, kein Programmieren je Verbindung.

Was MCP nicht ist: kein eigenes Modell, kein Chatbot, keine Datenbank, in die Sie Ihre Dokumente kopieren. Der Server bleibt beim Betreiber, die Daten bleiben bei der Quelle, der Assistent bleibt bei Ihrem Anbieter. MCP ist die Leitung dazwischen. Im Unterschied zu Plugins früherer Jahre funktioniert dieselbe Anbindung in mehreren Assistenten, und im Unterschied zu einem Archivanschluss (RAG) werden keine Dokumente indexiert, sondern Funktionen ausgeführt: rechnen, nachschlagen, prüfen.

Drei Rollen sind zu unterscheiden: Der Anbieter des Assistenten (Anthropic, OpenAI, Microsoft) verarbeitet Ihre Eingaben nach seinen Bedingungen; der Betreiber des MCP-Servers (für die Raumplanung SPEKTRUM) sieht nur die einzelnen Werkzeugaufrufe, etwa eine Adresse oder eine Gemeinde; die Datenquellen (swisstopo, Kantone, Fedlex, Gerichte) liefern die Inhalte. Wer die Datenflüsse so auseinanderhält, kann die Datenschutzfrage sauber beantworten.

Warum Werkzeugaufrufe besser sind als Modellgedächtnis

Die Frage «Wie lang ist die Einsprachefrist gegen ein Baugesuch im Kanton Bern?» beantwortet ein Sprachmodell ohne Anbindung aus dem Gedächtnis: meist richtig mit 30 Tagen, manchmal mit 20, gelegentlich mit einem Artikel, den es nicht gibt. Mit Anbindung ruft der Assistent das Werkzeug «Baugesuch-Fristen» auf, erhält «30 Tage ab erster Veröffentlichung, Art. 31 Abs. 1 BewD, Stand 1. April 2023» und rechnet auf Wunsch das Fristende auf den Tag genau, inklusive Verschiebung vom Samstag auf den Montag. Der Unterschied ist nicht Komfort, sondern Verlässlichkeit.

Vier Eigenschaften machen Werkzeugaufrufe für die Fachpraxis tauglich. Erstens die Quelle: Jede Antwort nennt Erlass, Artikel, Stand und Link, oder den Geodienst und das Abfragedatum. Zweitens die Determinismus: Eine Berechnung wie die Ausnützungsziffer oder die Bauzonenkapazität ist Arithmetik, kein Sprachspiel; dasselbe Werkzeug liefert bei denselben Eingaben dasselbe Ergebnis, und die Formel steht dabei. Drittens die Aktualität: Der Server greift auf die aktuelle Gesetzessammlung und die Geodienste zu, nicht auf einen Trainingsstand. Viertens die Ehrlichkeit bei Lücken: Findet die Zitatprüfung einen Entscheid nicht, meldet sie «nicht gefunden», statt dass das Modell ein Aktenzeichen erfindet.

Was bleibt beim Modell: das Verstehen der Frage, die Wahl des Werkzeugs, das Formulieren der Antwort und das Zusammenführen mehrerer Ergebnisse. Fragt eine Planerin «Darf ich auf Parzelle 1234 in Sursee ein Mehrfamilienhaus mit vier Geschossen bauen?», ruft der Assistent nacheinander die Parzellenbeurteilung, das Baureglement der Zone und die Zonenkonformitätsprüfung auf und fasst zusammen. Diese Kette plant das Modell selbst; die Fachinhalte kommen aus den Werkzeugen.

Die Grenze: Werkzeuge sind so gut wie ihre Daten. Ein Baureglement, das nicht erfasst ist, kann nicht abgefragt werden; eine laufende Revision, die noch nicht publiziert ist, fehlt. Der SPEKTRUM MCP sagt in solchen Fällen, dass die Quelle fehlt, und nennt die amtliche Stelle. Für die Fachperson bleibt die Prüfung: Werkzeugantworten sind Arbeitshilfen, keine amtlichen Auskünfte.

Der SPEKTRUM MCP: neun Dienste, 138 Werkzeuge

Der SPEKTRUM MCP ist der Anschluss der Schweizer Raumplanung an die KI-Assistenten, betrieben von der SPEKTRUM Partner GmbH in Zürich. Er bündelt neun Dienste mit zusammen 138 Werkzeugen, die alle nach demselben Muster arbeiten: Eingabe, Ergebnis mit Quelle und Stand, Herkunftsvermerk.

Parzelle und Standort: Adresse oder Koordinate eingeben, Zone, Nutzungsvorschriften, ÖREB-Einträge, Lärmempfindlichkeit, Gewässerraum, Waldgrenzen, Naturgefahren, Fruchtfolgeflächen, ÖV-Güteklasse und Denkmalschutz erhalten; Standortanalyse und Quartier in 3D, Schattenwurf, Höhenprofil. Fachkarten für alle 26 Kantone, vertieft für Zürich, Luzern, Graubünden, St. Gallen, Aargau, Bern und Wallis.

Bauen und Bewilligen: Baureglement der Zone abfragen (2'078 Gemeinden erfasst, 1'829 vollständig), Zonenkonformität und Baugesuch vorprüfen, Plandossier prüfen, Nutzungsziffern und Abstände rechnen, Parkplatzbedarf, Fristen des Baugesuchs in allen 26 Kantonen, Bauen ausserhalb der Bauzone, Zweitwohnungen; Entwürfe für Bauentscheid und Gemeinderatsvorlage.

Planen: Bauzonenkapazität für 2'110 Gemeinden mit Bevölkerungsszenarien, Reserven je Parzelle, Varianten vergleichen, Zonenplanänderung mit Flächenbilanz, Planungsbericht nach Art. 47 RPV als Entwurf, Mehrwertausgleich mit Modell für den Kanton Zürich und Verfahrensprofilen für weitere Kantone, Richtplan abfragen, Verfahren und Terminplan je Kanton.

Recht: Bundesrecht aus Fedlex mit Artikeltext, Kantonsrecht aller 26 Kantone, Vollzugshilfen, Normwegweiser, Rechtsprechung des Bundesgerichts und der kantonalen Gerichte mit Leitsatz, Normen, Ausgang und Erfolgsquote, Zitatprüfung vor dem Zitieren.

Verfahren und Berichte: Interessenabwägung nach Art. 3 RPV mit Agenten, UVP-Screening, Mitwirkungsauswertung mit Anliegen, Themen und Berichtsgerüst, Vorprüfungsberichte beantworten, Berichte und Empfehlungen generieren.

Datenquellen sind amtlich: swisstopo, ÖREB-Kataster, Gebäude- und Wohnungsregister, Fedlex, BFS, ARE, die kantonalen Geoportale und Gesetzessammlungen, entscheidsuche.ch und opencaselaw. Der MCP liest nur und trägt nichts in amtliche Systeme ein. Verbindlich bleiben beglaubigte ÖREB-Auszüge und die Entscheide der Behörden; laufende, nicht publizierte Revisionen sind nicht erfasst.

Einrichten, nutzen, Grenzen kennen

Einrichtung braucht kein Programmieren. In Claude (Web und Desktop, mit Pro-, Team- oder Enterprise-Plan) wird die Adresse mcp.spekt.ch/mcp als Connector eingetragen; in ChatGPT (Business, Enterprise oder Edu) als Anbindung; in Microsoft 365 Copilot über Copilot Studio, meist durch die IT. Die Anmeldung läuft per OAuth mit einem persönlichen Login je Person; es werden keine Schlüssel im Chat eingegeben. Auch Entwicklungsumgebungen wie Claude Code, Cursor und VS Code unterstützen den Standard.

Pakete: SPEKT-AI mit Produktinformationen ist kostenlos, das Komplett-Abo mit allen neun Diensten gilt pro Büro mit bis zu fünf Personen und einem gemeinsamen monatlichen Aufruf-Kontingent; dazu kommt der bezahlte Plan beim KI-Anbieter. Details und Preise stehen auf der Kundenseite.

So arbeitet man damit: Fragen stellen wie an eine Fachkollegin, konkret mit Gemeinde, Adresse, Zone oder Kanton. Der Assistent zeigt an, welches Werkzeug er aufruft; das Ergebnis enthält Quelle, Stand und Herkunftsvermerk. Gute Fragen nennen das Ziel («Ich will wissen, ob die Bauzone von Sursee für 15 Jahre reicht»), nicht das Werkzeug. Für wiederkehrende Aufgaben lohnt sich eine Vorlage im Büro: Parzellenbeurteilung für Erstgespräche, Fristenplan für jedes Baugesuch, Rechtsrecherche mit Fundstellen für Einsprachen.

Grenzen und Regeln: Keine vertraulichen Personendaten eingeben; der MCP braucht sie nicht, und der KI-Anbieter verarbeitet Ihre Eingaben nach seinen Bedingungen. Werkzeugantworten sind Arbeitshilfen; vor einer Entscheidung prüft die Fachperson Quelle und Stand. Das Kontingent begrenzt die Aufrufe pro Minute und Monat, was für die tägliche Arbeit reicht, nicht für Massenauswertungen; dafür gibt es die Werkzeuge mit Stapelverarbeitung. Für Mandate bei Gemeinden empfiehlt sich, die Nutzung in der Nutzungsrichtlinie zu dokumentieren und der Gemeinde zu erklären: Was der Assistent abfragt, sind öffentliche Daten.

Zehn Fragen, bevor ein Büro einen MCP-Server anbindet

Gilt für jeden MCP-Server, nicht nur für den von SPEKTRUM:

  • Welche Datenquellen, mit welchem Stand?Amtliche Quellen mit Datum oder Eigenerhebungen; wie oft nachgeführt.
  • Nennt jede Antwort ihre Quelle?Erlass, Artikel, Stand, Link; Geodienst und Abfragedatum; bei Berechnungen die Formel.
  • Liest der Server nur oder schreibt er auch?Ein lesender Server kann nichts in Ihren Systemen verändern; schreibende Werkzeuge brauchen Freigaben.
  • Welche Daten gehen an den Server?Nur die Parameter des Aufrufs (Adresse, Gemeinde, Zahlen) oder ganze Dokumente; ob Personendaten nötig sind.
  • Wer betreibt ihn, mit welchem Vertrag?Betreiber, Sitz, Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung, Kündigung.
  • Wie wird angemeldet?Persönliches Login per OAuth, keine Schlüssel im Chat; Rollen und Abschaltung beim Austritt.
  • In welchen Assistenten läuft er?Claude, ChatGPT, Copilot, Entwicklungsumgebungen; welche Pläne beim Anbieter nötig sind.
  • Was passiert bei fehlenden Daten?Ehrliche Meldung «nicht erfasst» mit Verweis auf die amtliche Stelle statt einer geratenen Antwort.
  • Welche Kontingente und Kosten?Aufrufe pro Minute und Monat, Preis pro Büro oder Person, kostenloser Einstieg.
  • Wie wird die Nutzung nachvollziehbar?Herkunftsvermerk mit Abfragekennung, Protokoll der Aufrufe, Hinweis zur Verwendung in eigenen Arbeiten.

Vier Wege, wie ein Assistent an Fachwissen kommt

Sie schliessen sich nicht aus; in der Praxis werden Dokumente, Archiv und Werkzeuge kombiniert:

WegWie es funktioniertStärkenSchwächenWofür im Planungsbüro
ModellgedächtnisDas Modell antwortet aus den TrainingsdatenSchnell, keine EinrichtungStichtag, keine Quelle, erfindet bei Lücken, kennt keine GemeindeSprachliche Arbeit, Struktur, allgemeine Erklärungen
Dokumente hochladenBerichte, Reglemente, Pläne werden in den Chat gegebenAntworten aus Ihren Unterlagen, keine InfrastrukturManuell, je Gespräch neu, Grenze der Kontextlänge, Zahlen aus Plänen unsicherEinzelfall: einen Bericht zusammenfassen, ein Reglement befragen
Archivanschluss (RAG)Das Archiv des Büros wird indexiert und bei jeder Frage durchsuchtZwanzig Jahre Projektwissen abfragbarDatenordnung und Berechtigungen müssen stimmen; Bindung an die PlattformEigene Berichte, Protokolle, Korrespondenz
Werkzeuge (MCP)Der Assistent ruft Funktionen auf: nachschlagen, rechnen, prüfenAmtliche Quelle mit Stand, deterministische Berechnungen, in mehreren Assistenten, nichts kopierenNur, was der Server abdeckt; Kontingente; Fachprüfung bleibtRecht, Rechtsprechung, Geodaten, Reglemente, Fristen, Kapazität, Berichte

Einordnung SPEKTRUM; die Begriffe RAG und MCP sind im Beitrag «KI-Zugriff auf das Firmenwissen» vertieft.

Vom ersten Aufruf zur Routine in sechs Schritten

So wird aus der Anbindung ein Arbeitsablauf im Büro:

  1. Konto und Anbindung Business-Plan beim KI-Anbieter, Connector mcp.spekt.ch/mcp eintragen, per OAuth anmelden; SPEKT-AI zum Kennenlernen, Komplett-Abo für das Büro.
  2. Erste Fragen mit bekannter Antwort Zone der eigenen Bürogemeinde, Masszeile eines Reglements, das man kennt, ein Entscheid, den man gelesen hat: So lernt das Team, Werkzeugaufrufe und Quellen zu lesen.
  3. Drei Vorlagen bauen Parzellenbeurteilung für das Erstgespräch, Fristenplan je Baugesuch, Rechtsrecherche mit Fundstellen; als Text im Büro abgelegt, nicht nur im Werkzeug.
  4. Prüfschritt festlegen Wer prüft Quelle und Stand, bevor eine Antwort in ein Dokument fliesst; wie wird die Herkunft vermerkt.
  5. In die Nutzungsrichtlinie aufnehmen Der MCP arbeitet mit öffentlichen Daten; Personendaten werden nicht eingegeben; der KI-Anbieter braucht einen Geschäftsvertrag.
  6. Nach 30 Tagen auswerten Welche Werkzeuge wurden genutzt, wie viel Zeit sparen sie, welche Fragen blieben offen; daraus die nächsten Vorlagen.

Wie diese Wissensseiten mit dem MCP entstehen

Die Antwortseiten unter spekt.ch/wissen sind selbst ein Anwendungsfall. Für jede Seite ruft der Assistent dieselben Werkzeuge auf, die Büros im Alltag nutzen: «Bundesrecht abfragen» liefert den Artikeltext aus Fedlex mit Stand der Konsolidierung, «Kantonsrecht abfragen» die Paragrafen aus den Gesetzessammlungen von Zürich, Bern, Luzern, Aargau, St. Gallen und Graubünden, «Verfahren abfragen» Zuständigkeiten, Fristen und Fundstellen je Kanton, «Rechtsprechung im Korpus suchen» die Entscheide mit Leitsatz, Ausgang und Erfolgsquote.

Die Rechenbeispiele stammen aus den Rechenwerkzeugen: Für die Seite zur Ausnützungsziffer hat der Nutzungsziffern-Rechner dasselbe Haus einmal nach IVHB (Geschossflächenziffer 0,72) und einmal nach Zürcher Recht (Ausnützungsziffer 0,44) gerechnet und die Eingabe einer gemischten Masszeile verweigert. Für die Bauzonenkapazität hat das Werkzeug für Sursee die unüberbaute Fläche aus der Luzerner Erhebung, das Szenario von LUSTAT und die Bilanz mit Sensitivitätsband geliefert. Für die Einsprache-Seite hat «Baugesuch-Fristen» den Fristenplan für den Kanton Bern auf den Tag genau gerechnet, inklusive Verschiebung des Fristendes vom Samstag auf den Montag.

Jede Werkzeugantwort trägt einen Herkunftsvermerk mit Abfragekennung; was das Werkzeug nicht belegen konnte, steht auf den Seiten als offener Prüfpunkt. So entsteht in einem Tag, was früher eine Woche Recherche war, und die Fachprüfung bleibt beim Autor: Andreas Rupf, Raum- und Stadtplaner und Dozent im MAS und CAS in Raumentwicklung an der ETH Zürich.

Häufige Fragen

Was ist MCP in einem Satz?

Ein offener Standard, mit dem ein KI-Assistent Werkzeuge eines externen Servers aufrufen kann, etwa eine Gesetzessammlung durchsuchen oder eine Parzelle abfragen, und die Antwort mit Quelle erhält, statt sie aus dem Gedächtnis zu raten. Anthropic hat ihn Ende 2024 veröffentlicht, OpenAI und Microsoft haben ihn übernommen; dieselbe Anbindung funktioniert darum in Claude, ChatGPT und Copilot.

Brauchen wir dafür die IT oder einen Programmierer?

Nein. In Claude und ChatGPT tragen Sie die Adresse des Servers als Connector ein und melden sich mit Ihrem persönlichen Login an; das dauert wenige Minuten. In Microsoft 365 Copilot läuft die Anbindung über Copilot Studio und wird meist von der IT freigeschaltet. Programmiert wird nichts; Vorlagen für wiederkehrende Fragen schreiben Sie als normalen Text.

Sind die Antworten verbindlich?

Nein. Der MCP liefert Arbeitshilfen aus amtlichen Quellen mit Stand und Fundstelle, keine amtlichen Auskünfte. Verbindlich bleiben der beglaubigte ÖREB-Auszug, die Gesetzessammlung, der Entscheid der Behörde. Der Nutzen liegt darin, dass Sie die Quelle sofort sehen und prüfen können; eine Antwort ohne Quelle gibt es nicht. Laufende, noch nicht publizierte Revisionen sind nicht erfasst, und nicht erfasste Reglemente meldet der Server als solche.

Welche Daten gehen wohin?

Ihre Eingaben im Chat verarbeitet Ihr KI-Anbieter nach seinen Bedingungen; darum braucht es einen Geschäftsvertrag. Der MCP-Server erhält nur die Parameter der einzelnen Werkzeugaufrufe, zum Beispiel eine Adresse, eine Gemeinde oder Flächenzahlen, und antwortet mit öffentlichen Daten. Personendaten braucht er nicht und sollen nicht eingegeben werden. Er liest nur und schreibt nichts in amtliche Systeme. Für Gemeindeaufträge ist das einfach zu erklären: Abgefragt werden öffentliche Daten.

Was kostet der SPEKTRUM MCP?

Der Einstieg mit SPEKT-AI ist kostenlos. Das Komplett-Abo mit allen neun Diensten gilt pro Büro mit bis zu fünf Personen und einem gemeinsamen monatlichen Aufruf-Kontingent; der aktuelle Preis steht auf der Kundenseite lab.spekt.ch/mcp. Dazu kommt der bezahlte Plan beim KI-Anbieter, den die meisten Büros ohnehin haben. Für Massenauswertungen gibt es die Werkzeuge mit Stapelverarbeitung.

Was ist der Unterschied zu einem Chatbot oder einem Fachportal?

Ein Chatbot auf einer Website kennt nur diese Website; ein Fachportal muss man selbst bedienen. Mit MCP bleibt Ihr Assistent der Ort der Arbeit: Sie fragen in Ihren Worten, er wählt das Werkzeug, kombiniert mehrere Quellen und schreibt das Ergebnis in Ihre Vorlage. Dieselbe Anbindung steht in Claude, ChatGPT und Copilot bereit, ohne Daten zu kopieren. Die Wissensseiten von spekt.ch erklären die Themen; der MCP rechnet und schlägt nach, mit Ihren Parzellen und Gemeinden.

Quellen

Diese Seite gibt Erfahrungen aus der Beratungs- und Entwicklungspraxis von SPEKTRUM wieder. Funktionen, Verträge und Preise der genannten Anbieter ändern sich; massgebend sind deren aktuelle Bedingungen und bei Personendaten das anwendbare Datenschutzrecht. Keine Rechtsberatung.

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138 Werkzeuge für Parzelle, Baugesuch, Kapazität, Mehrwert, Recht und Rechtsprechung, mit Quelle und Stand in jeder Antwort.

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