KI im Planungsbüro
Ortsplanungsrevision mit KI begleiten: Welche Werkzeuge in welcher Etappe helfen, von den Grundlagen bis zur Genehmigung
Eine Gesamtrevision der Ortsplanung dauert drei bis fünf Jahre und läuft in neun Etappen: Auslöser und Startsitzung, Grundlagen und Leitbild, Entwurf von Zonenplan, Bau- und Zonenordnung und Planungsbericht, kantonale Vorprüfung, Mitwirkung, Bereinigung mit Mitwirkungsbericht, öffentliche Auflage mit Einwendungen oder Einsprachen, Beschluss, Genehmigung. KI hilft in jeder Etappe bei der Arbeit, die aus Daten, Dokumenten und Routinen besteht, und in keiner beim Entscheid. In den Grundlagen liefern Werkzeuge Bevölkerungsprognose, Bauzonenkapazität und Nutzungsreserven mit Formel und Quelle, den Abgleich mit dem kantonalen Richtplan und das Fachkarten-Dossier; im Leitbild den Vergleich von Dichtevarianten mit Einwohnern, Arbeitsplätzen und Bedarfsdeckung; im Entwurf die Zonenplanänderung mit Flächenbilanz, Fruchtfolgeflächen und Kapazitätsdelta, die Masse aus dem Baureglement und den Mehrwert; im Planungsbericht die beschreibenden Kapitel nach Art. 47 RPV mit Markern und die Interessenabwägung mit Agenten; in der Vorprüfung die Antwort je Forderung des Kantons; in der Mitwirkung Erfassung, Zerlegung, Bündelung und das Berichtsgerüst; bei Einsprachen Rechtsprechung mit Zitatprüfung; beim Beschluss die Gemeinderatsvorlage mit Erwägungen und Antrag. Was bleibt: das Leitbild als politischer Wille, die Gewichtung der Interessen, die Stellungnahmen zu den Anliegen, die Beschlüsse, die fachliche Verantwortung des Büros und die Unterschrift der Behörde. Die Werkzeuge stehen im SPEKTRUM MCP in Claude, ChatGPT und Copilot bereit; jede Antwort trägt Quelle, Stand und Marker für Offenes.
Etappen 1 und 2: Auslöser, Grundlagen, Leitbild
Auslöser und Startsitzung. Ob eine Revision nötig ist, ergibt sich aus Art. 21 Abs. 2 RPG (erheblich veränderte Verhältnisse), aus kantonalen Fristen und aus dem Richtplan. KI hilft hier mit dem Werkzeug «Verfahren abfragen», das Zuständigkeiten, Ablauf und Fristen des Kantons liefert, und mit «Richtplan abfragen» für die Vorgaben zu Siedlungsgebiet, Innenentwicklung und Fruchtfolgeflächen. Der Planungskredit und die Startsitzung mit der kantonalen Fachstelle bleiben Sache der Gemeinde; eine Planungszone wird mit «Gemeinderatsvorlage» vorbereitet.
Grundlagen. Hier liegt der grösste Zeitgewinn, weil die Arbeit aus Daten besteht. «Bevölkerungsprognose» liefert die kantonalen Szenarien bis zum Zieljahr; «Bauzonenkapazität» rechnet die Kapazität der Gemeinde nach den Technischen Richtlinien Bauzonen mit Formel, Parametern und Quelle; «Nutzungsreserven» zeigt die unbebauten und unternutzten Parzellen; das «Fachkarten-Dossier» des Kantons bündelt Naturgefahren, Gewässerschutz, Lärm, Altlasten, Inventare, Wald und Fruchtfolgeflächen für das Gemeindegebiet. Jede Zahl trägt Stand und Datensatzkennung und geht so in den Planungsbericht. Die Fachperson prüft die Parameter (Bruttogeschossfläche pro Einwohner, Mobilisierungsrate) gegen die örtlichen Verhältnisse; das Werkzeug nimmt die Werte der Richtlinien, wenn nichts anderes angegeben ist.
Leitbild. Das räumliche Leitbild ist politischer Wille und entsteht in Werkstätten mit Gemeinderat und Bevölkerung; KI entscheidet hier nichts. Sie hilft, Varianten vergleichbar zu machen: «Varianten vergleichen» stellt bis zu acht Dichtevarianten eines Gebiets nach Geschossfläche, Einwohnern, Arbeitsplätzen, Bedarfsdeckung, Parkierung und Konformität gegenüber, mit Karten und auf Wunsch einer 3D-Volumenstudie; «Quartier 3D» zeigt den Bestand. Mitwirkungsveranstaltungen werden mit KI protokolliert und die Anliegen mit «Mitwirkung auswerten» gebündelt, damit das Leitbild auf das antwortet, was gesagt wurde.
Etappen 3 und 4: Entwurf, Planungsbericht, Vorprüfung
Zonenplan und Bau- und Zonenordnung. Das Büro arbeitet die Instrumente digital nach den kantonalen Datenmodellen aus; das bleibt Fach- und Handarbeit. KI unterstützt punktuell: «Zonenplanänderung» entwirft für einen Perimeter die Umzonung, Einzonung oder Auszonung mit Differenzgeometrie, Flächenbilanz, Fruchtfolgeflächenbilanz und Kapazitätsdelta und nennt die Verfahrensschritte; «Baureglement abfragen» und der «Nutzungsziffern-Rechner» prüfen die Masse der Zonen und rechnen zwischen Ausnützungs- und Geschossflächenziffer um; «Mehrwert berechnen» und die Stapelbewertung beziffern die Mehrwertabgabe je Parzelle nach kantonalem Recht. Die Formulierung der Reglementsartikel ist Juristen- und Planerarbeit; ein Sprachmodell entwirft, die Fachperson schreibt.
Planungsbericht nach Art. 47 RPV. Das Werkzeug «Planungsbericht Art. 47» entwirft die Kapitel aus den Grundlagen: Ausgangslage, Richtplanbezug, Kapazität und Reserven, Varianten, Umweltbelange, Mitwirkung, mit Markern [ERGÄNZEN] und [PRÜFEN] für alles, was das Werkzeug nicht weiss. Die Interessenabwägung entsteht mit den Agenten von Interessenabwägung AI: Fakten, Pro, Contra, Recht, Moderation in drei Runden, Gewichtung durch die Fachperson, Export in den Bericht. Der Ratgeber zum Planungsbericht mit KI beschreibt die Arbeitsweise Kapitel für Kapitel; die Regel lautet: Zahlen aus Werkzeugen, Wertungen von Menschen, Marker auflösen, Fachperson verantwortet.
Kantonale Vorprüfung. Der Vorprüfungsbericht des Kantons kommt mit Auflagen, Hinweisen und Empfehlungen, oft über dreissig Punkte. «Vorprüfung beantworten» zerlegt den Bericht in nummerierte Forderungen mit Verbindlichkeit und Rechtsgrundlage und schlägt je Punkt eine Antwort vor: übernommen, angepasst, nicht übernommen mit Begründung; Entscheide trägt der Marker [ENTSCHEID GEMEINDE]. Die Gemeinde beschliesst, das Büro begründet, das Werkzeug sorgt dafür, dass kein Punkt vergessen geht und jede Antwort eine Fundstelle hat.
Etappen 5 bis 7: Mitwirkung, Bereinigung, Auflage und Einsprachen
Mitwirkung. Nach Art. 4 RPG wird die Bevölkerung in geeigneter Weise einbezogen; die Eingaben reichen von einem Satz bis zu zwanzig Seiten. «Mitwirkung auswerten» erfasst alle Eingaben, zerlegt sie in einzelne Anliegen, bündelt sie nach Themen, zählt und baut das Gerüst des Mitwirkungsberichts mit offenen Entscheiden; Eingaben werden anonymisiert, Absender als Nummern geführt. Der Ratgeber zur Mitwirkung mit KI beschreibt die fünf Schritte und die fünf Antwortkategorien. Die Stellungnahme zu jedem Anliegen ist Entscheid der Gemeinde; das Werkzeug liefert Entwürfe mit Begründung aus Vorlage und Recht und markiert, wo die Gemeinde wählen muss.
Bereinigung. Vorprüfungsbericht und Mitwirkung führen zu Änderungen an Plan, Reglement und Bericht. Die Änderungen werden mit denselben Werkzeugen nachgerechnet (Kapazität, Flächenbilanz, Mehrwert), der Planungsbericht nachgeführt, die Interessenabwägung ergänzt. Bei starkem Widerstand folgt eine zweite Mitwirkungsrunde; die Auswertung der ersten liegt dann bereits strukturiert vor.
Öffentliche Auflage, Einwendungen, Einsprachen. Je nach Kanton 30 oder 60 Tage mit Einwendung durch jedermann oder Einsprache bei schutzwürdigem Interesse; der Ratgeber zur Ortsplanungsrevision nennt die Fristen. Einsprachen werden wie Mitwirkungseingaben erfasst und nach Rügen geordnet; «Rechtsprechung» und die Zitatprüfung liefern die Entscheide, die für die Behandlung der Rügen massgebend sind, mit Aktenzeichen aus dem Korpus statt aus dem Modellgedächtnis. Der Einspracheentscheid wird entworfen und vom zuständigen Organ beschlossen; Einsprechende werden im Werkzeug als Pseudonyme geführt.
Was in diesen Etappen nicht automatisiert wird: die Stellungnahme der Gemeinde zu jedem Anliegen, der Einspracheentscheid, die politische Einschätzung, ob eine zweite Runde nötig ist. KI sorgt dafür, dass alle Anliegen auf dem Tisch liegen und jede Antwort begründet ist; sie sagt nicht, welche Antwort die richtige ist.
Etappen 8 und 9: Beschluss, Genehmigung, Inkrafttreten
Gemeinderatsvorlage und Beschluss. Die Vorlage für Gemeindeversammlung, Parlament oder Urne fasst Ausgangslage, Erwägungen, Rechtsgrundlagen, Finanzen, Verfahren und Antrag zusammen. «Gemeinderatsvorlage» entwirft dieses Dokument für die Geschäftsart Nutzungsplanung mit Markern für Offenes; die Erwägungen kommen aus Planungsbericht und Interessenabwägung, die Finanzen aus der Mehrwertberechnung. Der Gemeinderat beschliesst die Vorlage, das Stimmvolk oder das Parlament den Plan; das Werkzeug schreibt, die Behörde entscheidet und unterschreibt.
Genehmigung. Der Kanton genehmigt Zonenplan und Reglement; Rekurse und Beschwerden können das Verfahren verlängern. Für die Begründung gegenüber der Genehmigungsbehörde zählt, was im Planungsbericht steht: vollständige Grundlagen mit Quelle, nachvollziehbare Abwägung, dokumentierte Mitwirkung, beantwortete Vorprüfung. Wer die Werkzeuge über alle Etappen mit Quellen und Markern genutzt hat, hat diesen Nachweis beisammen.
Inkrafttreten und danach. Die neuen Masse gehen ins Baureglement-Korpus, damit die Vorprüfung von Baugesuchen mit den geltenden Zonen rechnet; die Gemeinde meldet die Genehmigung, SPEKTRUM erfasst das Reglement. Die Bauzonenkapazität wird mit dem neuen Zonenplan nachgerechnet und dient als Basis für die nächste Überprüfung.
Vier Regeln über alle Etappen: Zahlen aus Werkzeugen mit Quelle und Stand, nie aus dem Modell; Wertungen, Gewichtungen und Beschlüsse von Menschen, mit Marker, bis sie gefällt sind; Personendaten aus Mitwirkung und Einsprachen pseudonymisiert nach der Nutzungsrichtlinie; ein Satz im Planungsbericht, dass Datenaufbereitung und Entwurf KI-gestützt waren und das Büro die Prüfung verantwortet.
Zehn Punkte für die KI-gestützte Revision
Vor dem Start zwischen Gemeinde und Büro zu klären:
- Werkzeuge im Auftrag benanntWelche Werkzeuge das Büro nutzt, mit Vertrag und Datenklassen; Zustimmung der Gemeinde zur Auftragsbearbeitung.
- Grundlagen mit Quelle und StandPrognose, Kapazität, Reserven, Richtplan, Fachkarten aus Werkzeugen; Parameter von der Fachperson geprüft.
- Leitbild bleibt politischVarianten vergleichbar gemacht, Entscheid in Werkstatt und Gemeinderat; keine Empfehlung des Modells als Beschluss.
- Planungsbericht mit MarkernBeschreibende Kapitel entworfen, Abwägung mit Agenten, Marker aufgelöst, Fachperson verantwortet.
- Vorprüfung vollständig beantwortetJede Forderung nummeriert, Verbindlichkeit, Antwort mit Fundstelle, Entscheide der Gemeinde markiert.
- Mitwirkung anonymisiert ausgewertetAlle Eingaben erfasst, Anliegen gebündelt, Stellungnahmen durch die Gemeinde, Bericht vollständig.
- Einsprachen mit geprüfter RechtsprechungRügen geordnet, Entscheide zitatgeprüft, Pseudonyme, Einspracheentscheid durch das Organ.
- Vorlage und BeschlussGemeinderatsvorlage entworfen, Erwägungen aus Bericht und Abwägung, Beschluss durch das zuständige Organ.
- TransparenzEin Satz im Planungsbericht zum KI-Einsatz; Nutzungsrichtlinie auf Anfrage.
- Nach der GenehmigungReglement ins Korpus, Kapazität nachgerechnet, Grundlagen für die nächste Überprüfung gesichert.
Etappe, Aufgabe, Werkzeug, Entscheid
Was KI-Werkzeuge in jeder Etappe leisten und was bei Gemeinde und Büro bleibt (Werkzeugnamen gemäss SPEKTRUM MCP):
| Etappe | Aufgabe mit KI | Werkzeuge | Bleibt bei Gemeinde und Büro |
|---|---|---|---|
| 1 Auslöser, Start | Verfahren, Fristen, Richtplanvorgaben; Planungszone vorbereiten | Verfahren abfragen, Richtplan abfragen, Gemeinderatsvorlage | Revisionsbedarf, Kredit, Startsitzung mit dem Kanton |
| 2 Grundlagen, Leitbild | Prognose, Kapazität, Reserven, Fachkarten; Varianten vergleichen; Werkstätten protokollieren | Bevölkerungsprognose, Bauzonenkapazität, Nutzungsreserven, Fachkarten-Dossier, Varianten vergleichen, Quartier 3D, MINU-AI | Parameter prüfen, Leitbild als politischer Wille |
| 3 Entwurf | Zonenplanänderung mit Bilanzen, Masse und Ziffern, Mehrwert; Reglementsentwürfe | Zonenplanänderung, Baureglement abfragen, Nutzungsziffern-Rechner, Mehrwert berechnen, Stapelbewertung | Plan und Reglement ausarbeiten, Artikel formulieren |
| 3 Planungsbericht | Beschreibende Kapitel mit Markern; Interessenabwägung mit Agenten | Planungsbericht Art. 47, Interessenabwägung AI, Zitat prüfen | Gewichtung, Massnahmen, Verantwortung der Fachperson |
| 4 Vorprüfung | Forderungen zerlegen, Antwort je Punkt mit Fundstelle | Vorprüfung beantworten, Bundesrecht, Kantonsrecht | Entscheide über Übernahme, Nachbesserung |
| 5 Mitwirkung | Eingaben erfassen, zerlegen, bündeln, Berichtsgerüst; Veranstaltungen protokollieren | Mitwirkung auswerten, MINU-AI | Stellungnahme zu jedem Anliegen, Kategorie |
| 6 Bereinigung | Änderungen nachrechnen, Bericht und Abwägung nachführen | Bauzonenkapazität, Zonenplanänderung, Planungsbericht Art. 47 | Entscheid über zweite Runde, Änderungen beschliessen |
| 7 Auflage, Einsprachen | Rügen ordnen, Rechtsprechung mit Zitatprüfung, Einspracheentscheid entwerfen | Rechtsprechung, Zitat prüfen, Bauentscheid entwerfen (Einspracheentscheid) | Einspracheentscheid durch das Organ, Verhandlungen |
| 8 Beschluss | Vorlage mit Erwägungen, Rechtsgrundlagen, Finanzen, Antrag | Gemeinderatsvorlage, Mehrwert berechnen | Beschluss Gemeinderat, Versammlung, Parlament oder Urne |
| 9 Genehmigung, danach | Nachweis aus Bericht, Abwägung, Mitwirkung, Vorprüfung; Reglement ins Korpus | Baureglement-Korpus, Bauzonenkapazität | Genehmigungsgesuch, Rechtsmittel, Inkraftsetzung |
Etappen nach dem Ratgeber zur Ortsplanungsrevision (spekt.ch/wissen); Werkzeuge gemäss SPEKTRUM MCP, Stand November 2026. Alle Ergebnisse sind Arbeitshilfen.
So startet ein Büro die KI-gestützte Revision
Für ein Büro, das eine Revision mit Werkzeugen begleiten will, in den ersten drei Monaten des Auftrags:
- Auftrag und Regeln Werkzeuge, Datenklassen und Pseudonymisierung im Auftrag mit der Gemeinde; Zustimmung zur Auftragsbearbeitung; Nutzungsrichtlinie beider Seiten.
- Grundlagenpaket in einer Woche Prognose, Kapazität, Reserven, Richtplanabgleich, Fachkarten-Dossier aus den Werkzeugen mit Quelle und Stand; Parameter mit der Gemeinde geprüft; Paket als Anhang des Berichts.
- Varianten für das Leitbild Zwei bis vier Dichtevarianten je Schlüsselgebiet mit Einwohnern, Arbeitsplätzen und Bedarfsdeckung, Karten und 3D für die Werkstatt.
- Berichtsgerüst anlegen Planungsbericht nach Art. 47 RPV als Entwurf mit Markern; Interessenabwägung als Fall angelegt; beides wächst mit dem Verfahren.
- Routinen einrichten Protokolle der Sitzungen, Vorprüfungsantwort, Mitwirkungsauswertung und Einsprachenbehandlung als Arbeitsabläufe mit Vorlagen und Prüfschritt vorbereitet, bevor sie anfallen.
- Prüfschritt und Transparenz Fachperson je Dokument, Marker auflösen, Zitatprüfung, Satz zum KI-Einsatz im Bericht; Bilanz nach der Vorprüfung.
Aus der Praxis
Warum SPEKTRUM diese Werkzeuge gebaut hat
Andreas Rupf hat als Raum- und Stadtplaner Ortsplanungsrevisionen begleitet und lehrt als Dozent im MAS und CAS in Raumentwicklung an der ETH Zürich; SPEKTRUM führt heute keine Planungsmandate mehr, sondern baut die Werkzeuge, die in diesen Verfahren fehlten, und schult Büros und Gemeinden darin. Die Erfahrung aus der Planungspraxis: Die Zeit ging nicht in die Entscheide, sondern in das Zusammensuchen der Grundlagen, das Nachrechnen der Kapazität, das Beantworten von dreissig Vorprüfungspunkten, das Auswerten von zweihundert Mitwirkungseingaben und das Nachführen eines Berichts, der bei jeder Änderung an fünf Stellen angepasst werden musste.
Der SPEKTRUM MCP bündelt deshalb die Werkzeuge entlang der Etappen: Bevölkerungsprognose, Bauzonenkapazität nach den Technischen Richtlinien, Nutzungsreserven, Richtplan- und Fachkarten-Abfragen für die Grundlagen; Variantenvergleich und 3D für das Leitbild; Zonenplanänderung, Baureglement-Korpus mit 2'078 Gemeinden, Nutzungsziffern-Rechner und Mehrwertberechnung für den Entwurf; Planungsbericht nach Art. 47 RPV und Interessenabwägung AI für den Bericht; Vorprüfungsantwort, Mitwirkungsauswertung, Rechtsprechungskorpus mit Zitatprüfung und Gemeinderatsvorlage für die Verfahrensschritte. Jede Antwort trägt Quelle, Stand, Herkunftsvermerk und Marker für Offenes; keines der Werkzeuge entscheidet.
In den Kursen zeigt sich, was die Werkzeuge verändern: Das Grundlagenpaket, das früher Wochen brauchte, liegt in Tagen vor, mit Quellen, die der Kanton nachvollziehen kann; die Vorprüfungsantwort vergisst keinen Punkt; die Mitwirkungsauswertung ist am Tag nach Fristende strukturiert. Die Diskussionen in Werkstatt und Gemeinderat werden dadurch nicht kürzer, aber besser unterlegt. Die Innovation-Sandbox für KI des Kantons Zürich begleitet SPEKTRUM dabei, diese Arbeitsweise mit Behörden zu prüfen und zu dokumentieren.
Häufige Fragen
Kann KI eine Ortsplanungsrevision beschleunigen?
Die Arbeitsschritte ja, das Verfahren begrenzt: Grundlagen, Berichtsentwürfe, Vorprüfungsantworten und Mitwirkungsauswertungen entstehen in Tagen statt Wochen, mit Quellen und ohne vergessene Punkte. Die Dauer einer Revision bestimmen aber Werkstätten, Beschlüsse, Fristen der Vorprüfung, Auflage und Rechtsmittel; die bleiben. Realistisch spart KI Monate an Büroarbeit und verhindert Schlaufen wegen unvollständiger Grundlagen oder vergessener Vorprüfungspunkte, und sie macht die Nachführung des Berichts bei jeder Änderung zur Routine.
Welche Werkzeuge braucht das Büro dafür?
Einen Assistenten mit Geschäftsvertrag (Claude, ChatGPT oder Copilot) und die Fachanbindung über den SPEKTRUM MCP, der die Werkzeuge für Prognose, Kapazität, Reserven, Richtplan, Fachkarten, Varianten, Zonenplanänderung, Baureglement, Mehrwert, Planungsbericht, Vorprüfung, Mitwirkung, Rechtsprechung und Gemeinderatsvorlage bereitstellt; dazu Interessenabwägung AI für die Abwägung und ein Protokollwerkzeug für die Sitzungen. Die Vorlagen und Arbeitsanweisungen des Büros liegen als Text im Büro; der Ratgeber zu den Prompts beschreibt das Muster.
Was darf die Gemeinde dem Büro für KI-Werkzeuge freigeben?
Sachdaten und öffentliche Unterlagen ohne Weiteres: Zonenplan, Reglement, Richtplan, Geodaten, Prognosen, Vorprüfungsbericht. Mitwirkungseingaben und Einsprachen enthalten Personendaten und werden pseudonymisiert ausgewertet, mit Zustimmung der Gemeinde zur Auftragsbearbeitung und Werkzeugen mit Vertrag; die Zuordnung bleibt in den Akten. Der Auftrag nennt die Werkzeuge, die Datenklassen und die Pseudonymisierung; der Ratgeber zur Nutzungsrichtlinie enthält das Muster. Die kantonale Datenschutzstelle wird bei Unsicherheit vorher gefragt.
Wie geht die kantonale Fachstelle mit KI-gestützten Berichten um?
Sie prüft den Bericht wie jeden anderen: Sind die Grundlagen vollständig und belegt, ist die Abwägung nachvollziehbar, ist die Mitwirkung dokumentiert, sind die Vorprüfungspunkte beantwortet? KI-gestützte Berichte mit Quellen, Datensatzkennungen und aufgelösten Markern bestehen diese Prüfung eher als handgeschriebene mit Lücken. Ein Satz zum KI-Einsatz bei den Grundlagen schafft Transparenz; Fachstellen, mit denen SPEKTRUM in der Innovation-Sandbox arbeitet, schätzen das. Massgebend bleibt die fachliche Verantwortung des Büros.
Was bleibt bei einer KI-gestützten Revision ganz beim Menschen?
Das Leitbild als politischer Wille, die Gewichtung der Interessen, die Formulierung der Reglementsartikel, die Stellungnahme zu jedem Mitwirkungsanliegen, der Einspracheentscheid, die Beschlüsse von Gemeinderat, Versammlung oder Parlament und die fachliche Verantwortung des Büros für jedes Dokument. KI liefert Grundlagen, Entwürfe, Vollständigkeit und Begründungsvorschläge; sie entscheidet nicht und unterschreibt nicht. Marker im Text zeigen, wo der Mensch noch wählen muss.
Lohnt sich das auch für eine Teilrevision?
Ja, oft besonders: Eine Teilrevision für eine Einzonung, Umzonung oder Aufzonung braucht dieselben Schritte in kleinerem Massstab, und die Werkzeuge «Zonenplanänderung», «Planungsbericht Art. 47» mit Planungsart Teilrevision, «Mehrwert berechnen» und die Interessenabwägung mit Agenten decken genau diesen Fall ab. Die Ratgeber zur Einzonung, zur Auszonung und zum Gestaltungsplan beschreiben die rechtlichen Anforderungen; der Ablauf auf dieser Seite gilt sinngemäss.
Quellen
- Art. 21 RPG, Verbindlichkeit und Anpassung der NutzungspläneÜberprüfung und Anpassung bei erheblich veränderten Verhältnissen.
- Art. 4 RPG, Information und MitwirkungDie Bevölkerung wird in geeigneter Weise einbezogen.
- Art. 47 RPV, Bericht an die GenehmigungsbehördeInhalt des Planungsberichts.
- Ortsplanungsrevision: Ablauf, Dauer, Mitwirkung (spekt.ch/wissen)Die neun Etappen mit kantonalen Fristen und Richtwerten zur Dauer.
- SPEKTRUM MCP: Werkzeuge für die NutzungsplanungWerkzeugumfang, Einrichtung in Claude, ChatGPT und Copilot, Nutzungsbedingungen.
- Planungsbericht mit KI schreiben (spekt.ch/wissen)Arbeitsweise Kapitel für Kapitel, fünf Risiken, Prüfliste.
Diese Seite gibt Erfahrungen aus der Beratungs- und Entwicklungspraxis von SPEKTRUM wieder. Funktionen, Verträge und Preise der genannten Anbieter ändern sich; massgebend sind deren aktuelle Bedingungen und bei Personendaten das anwendbare Datenschutzrecht. Keine Rechtsberatung.